Golfregeln #8 – Hemmnisse 2017-11-09T09:39:59+00:00

Golfregeln #8
„Hemmnisse“

Moin meine Lieben ich bin es wieder Euer Silas und ich begrüße euch recht herzlich zu „Golfregeln endlich verständlich“. Jetzt möchte ich für euch einmal das Hemmnis durchleuchten.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Hemmnissen. Welche das sind und worauf wir achten müsst zeige ich jetzt. Vereinfacht ausgedrückt sind Hemmnisse alles Künstliche auf dem Golfplatz was von Menschenhand erschaffen wurde. Dazu zählt zum Beispiel eine Harke, eine Bank ein Ballwäscher aber auch eine Abschlagsmarkierung oder ein Abschlagsschild zählen dazu. Ebenso ein Cart oder auch ein Trolley. Und wie eingangs erwähnt gibt es zwei Arten von Hemmnissen zum einen das unbewegliche Hemmnis so wie in etwa eine Schutzhütte, und ein bewegliches Hemmnis zum Beispiel eine Harke.

MERKSATZ

„Hemmnisse sind alles Künstliche auf dem Golfplatz, was von Menschenhand erschaffen wurde.“

Eine Behinderung durch ein Hemmnis liegt immer dann vor, wenn der Ball darauf liegt oder es berührt, der Golfer auf diesem Hemmnis stehen müsste oder der Raum des beabsichtigten Schwunges beeinträchtigt wäre. Wenn mein Ball so wie hier auf einem beweglichen Hemmnis liegt oder es berührt dann darf ich den Ball Aufnehmen das Hemmnis entfernen und den Ball dann so nah wie möglich der Stelle einfach droppen.

Liegt mein Ball unterhalb des beweglichen Hemmnisses oder an einem beweglichen Hemmnis und berührt es nicht dann entferne ich einfach das bewegliche Hemmnis und spiele den Ball wie er liegt.

Wenn sich beim bewegen des Hemmnisses der Ball bewegt, dann ist das straflos und ich muss den Ball wieder an die ursprüngliche Stelle zurücklegen.





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Straflose Erleichterung von einem unbeweglichen Hemmnis zu nehmen ist etwas komplizierter. In diesem Fall möchte ich jetzt straflose Erleichterung von einer Schutzhütte nehmen. Die Golfregeln geben vor, dass ich den nächstgelegenen Punkt der Erleichterungen erstmal finden muss.

Der nächstgelegene Punkt der Erleichterung ist der Ort, läge der Ball dort, die Behinderung durch das Hemmnis nicht gegeben ist. Dieser Ort muss aber so nahe wie möglich an der ursprünglichen Lage sein. Um den nächstgelegenen Punkt der Erleichterung zu finden sagen die Regeln auch das ich mit dem Schläger Probeschwünge machen muss mit dem ich voraussichtlich spielen würde.

Warum ist das so?

In diesem Fall habe ich jetzt ca. 40 Meter zu Fahne und ich würde von hier mit meinem Sandwedge spielen. Jetzt muss ich mit meinem Sandwedge Probeschwünge simulieren um zu gucken wann mich diese Hütte nicht mehr stört. Ich stelle mich also hin, hole aus und hier würde ich gegen die Hütte schlagen. Ich muss also noch ein bisschen weiter weggehen, und mache meinen Probeschwung jetzt hier. Heißt wenn der Ball hier läge, und hier der nächstgelegene Punkt Erleichterung ist würde mich die Hütte nicht mehr stören. Dürfte ich den längsten Schläger nehmen um den nächstgelegenen Punkt der Erleichterung auszumessen, würde mich die Wetterschutzhütte hier auf jeden Fall noch stören und hier, wäre es auch sehr knapp ich müsste also noch ein Stück weiter weggehen. Und wenn ich also den längsten Schläger nehmen dürfte, wäre der nächstgelegene Punkt noch weiter weg von der ursprünglichen Lage.

Deshalb muss ich, um den nächstgelegenen Punkt der Erleichterung zu finden mit dem Schläger Schwünge simulieren mit dem ich voraussichtlich spielen würde. Denn dann befindet sich der nächstgelegene Punkt hier. Und dann geben mir die Regeln ja noch die Möglichkeit, den Ball vom nächstgelegenen Punkt innerhalb einer Schlägerlänge fallen zu lassen.





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Die Schlägerlänge darf ich wieder mit dem längsten Schläger ausmessen den ich zur Verfügung habe also meinen Driver. Ich messe also vom nächstgelegenen Punkt eine Schlägerlänge aus, nehme meinen Ball auf und droppe jetzt den Ball innerhalb dieser Schlägerlänge nicht näher zur Fahne und spiele dann meinen nächsten Schlag von hier.

Ganz besonders heikel wird es in einer solchen Situation. Ich habe meinen Abschlag jetzt verzogen und hier ist so ein Sicherheitszaun damit Leute nicht von einem verzogenen Abschlag getroffen werden könnten. Dieser Zaun stört mich natürlich jetzt in der Ausführung meines nächsten Schlages. Ich würde von hier voraussichtlich ein Eisen 7 spielen um erstmal hier herauszukommen.

Und muss also jetzt wieder mit dem Eisen 7 Schwünge simulieren um zu schauen wann mich dieses Hemmnis, dieser Schutzzaun, nicht mehr stört. Das wäre dann hier. Der nächstgelegene Punkt ist also hier. Auch wenn mir die Lage immer noch nicht gefällt, weil mir hier die Bäume im weg sind. Auch wenn hier Büsche wären würde mich das natürlich sehr stören und instinktiv möchte ich als Golfer natürlich eine schöne Lage außerhalb des Busches haben und möchte am liebsten dort droppen.

Das wäre jedoch nicht der nächstgelegene Punkt, weil das da draußen, deutlich weiter weg ist vom Ball als dieser Punkt. Von diesem Punkt darf ich ja, wie wir vorhin gehört haben, wieder mit dem längsten Schläger eine Schlägerlänge ausmessen und darf sie nur nicht näher zur Fahne ausmessen.

Das heißt, ich dürfte auch mit dem Driver jetzt in diese Richtung ausmessen und den Ball innerhalb dieser Schlägerlänge fallen lassen. Aber wie gesagt wir dürfen uns nicht aussuchen wo jetzt der nächstgelegene Punkt der Erleichterung ist.

Denn es gibt eigentlich nur einen einzigen Ort der so nahe wie möglich der Balllage ist wo die Behinderung durch das Hemmnis nicht mehr gegeben ist. Ich habe nicht die Wahl mir den zweit nächstgelegenen Punkt der Erleichterung zu suchen wenn der ursprüngliche nächstgelegene Punkt z.B. in einem Busch wäre und mir die Lage dort nicht gefällt. Wie eingangs erwähnt bekomme ich nur straflose Erleichterungen von einem unbeweglichen Hemmnis, wenn der Ball darauf liegt ich darauf stehen muss oder der Raum des beabsichtigten Schwunges beeinträchtigt ist.

Nicht jedoch, wenn das Hemmnis in meiner Spielrichtung liegt zwischen mir und der Fahne und ich mich psychisch dadurch beeinträchtigt fühle. In einem solchen Fall muss ich also leider den Ball so spielen wie er liegt.

Es gibt eine Situation da bekomme ich keine straflose Erleichterung von einem unbeweglichen Hemmnis und das wäre, wenn mein Ball in einem Wasserhindernis ist.

Ich könnte also diesen Ball hier spielen, wenn diese Holzkiste hier nicht wäre. Allerdings bekomme ich, wie gesagt keine straflose Erleichterung da sich mein Ball im Wasserhindernis befindet. Fassen wir das Ganze noch mal zusammen, ein Hemmnis ist alles Künstliche auf dem Golfplatz also eine Bank eine Wetter- Schutzhütte eine Harke oder ein Sprenklerdeckel oder der 100 Meter Pfosten.





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2 Arten von Hemmnissen

Es gibt zwei verschiedene Arten von Hemmnissen nämlich ein bewegliches und ein unbewegliches Hemmnis. Liegt mein Ball auf oder an einem beweglichen Hemmnis dann nehme ich den Ball auf, entferne das Hemmnis und lasse meinen Ball an der Stelle dann fallen. Ist der Raum des beabsichtigten Schwunges oder mein Stand durch ein bewegliches Hemmnis beeinträchtigt muss ich immer das Hemmnis wegnehmen denn die Regel Nummer eins lautet ja spiel den Ball wie er liegt.

Ich muss also das Hemmnis entfernen, wenn es beweglich ist und muss den Ball so spielen wir liegt. Liegt mein Ball jedoch an einem unbeweglichen Hemmnis wird es schon ein bisschen komplizierter. Denn hier muss ich jetzt den Ball wegnehmen. Doch wo darf ich diesen Ball jetzt fallen lassen?

Die Regel besagt ich muss den nächstgelegenen Punkt der Erleichterung finden. Der nächstgelegene Punkt der Erleichterung ist der Ort, läge der Ball dort die Behinderung durch das Hemmnis nicht gegeben ist. Dafür muss ich mit dem Schläger Probeschwünge machen mit dem ich voraussichtlich aus dieser Lage spielen würde, wenn die Behinderung durch das Hemmnis nicht gegeben wäre.

Ich mache also Probeschwünge und teste ob ich noch das Hemmnis irgendwie im Raum des beabsichtigten Schwunges habe.  Setze dann mein Schläger ab. Dort befindet sich der nächstgelegene Punkt, und von diesem Punkt darf ich dann wieder innerhalb einer Schlägerlänge den Ball fallen lassen. Und zum ausmessen dieser Schlägerlänge darf ich wieder den längsten Schläger nehmen den ich zur Verfügung habe.

Ich habe keine Wahlmöglichkeit wo sich der nächstgelegene Punkt der Erleichterung befindet! Das kann manchmal auch im hohen Rough oder mitten in einem Gebüsch sein, so dass man eventuell überlegt ob man straflose Erleichterung vom Hemmnis nun nimmt oder ob man vielleicht sogar den Ball einfach so spielt und um das Hemmnis herumspielt, wenn es einen im Schwung stört.





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Eine Behinderung durch ein Hemmnis liegt immer nur dann vor, wenn der Raum des beabsichtigten Schwunges die Lage des Balles oder der Stand beeinträchtigt ist. Wenn ich durch ein unbewegliches Hemmnis „mental gestört“ bin, weil es in meiner Spielrichtung ist, dann habe ich leider Pech gehabt ich muss den Ball um das Hemmnis herum oder über das Hemmnis hinweg spielen. Bei einem beweglichen Hemmnis ist das anders da darf ich das Hemmnis entfernen, wenn es in meiner Spielrichtung ist und kann dann den Ball schlagen.

Keine straflose Erleichterung

Es gibt zwei Situationen da bekomme ich keine straflose Erleichterung und das wäre einmal, wenn sich mein Ball in einem Wasserhindernis befindet und ich durch ein unbewegliches Hemmnis beeinträchtigt bin. Dann bekomme ich keine straflose Erleichterung. Ist es allerdings ein bewegliches Hemmnis dann darf ich das entfernen. Zum Beispiel den Pfosten von dem Wasserhindernis den darf ich auf jeden Fall wegnehmen.

Ich bekomme auch keine straflose Erleichterung, wenn es sich um den Auspfosten bzw. um den Außzaun handelt. Denn der Auspfosten und der Auszaun selbst stehen schon im Aus und werden nicht durch die Golfregeln erfasst.

Ich wünsche euch ein schönes Spiel und wenig Putts.

Euer Silas

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